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Dom oder Münster ?  
Als Spezialisten für Deutschland-Vereinsreisen können Albert und Doris Neidhart wärmstens empfohlen werden. Die Turnerausflüge, die sie organisieren führen immer an schöne Orte im Nachbarland und laufen stets einwandfrei ab. So auch dieses Jahr, als die Reise der Männerriege Ramsen in die Donaustadt Ulm führte.
Nach der Ankunft in Ulm wurde vorerst das Gepäck im unmittelbar neben dem Bahnhof liegenden Hotel zurückgelassen, um unbeschwert die Stadt geniessen zu können. Erster Blickfang ist natürlich der Ulmer Dom - nein es handelt sich um ein Münster - mit dem höchsten Kirchturm der Welt. Bevor jedoch das „Sightseeing“ begonnen wurde, hiess es sich mit einem kräftigen Mittagessen zu stärken. Im alten Fischerviertel sind genügend Gaststätten mit vorzüglichen Angeboten vorhanden und ermöglichten einen ersten kulinarischen Höhepunkt. Eindrücklich auch die im Restaurant, gleich unter dem Tresen eingezeichnete Hochwassermarke von 1999. Kaum vorstellbar beim Betrachten der Donau, die zur Zeit ruhig in ihrem Bett vorüber fliesst.
Der Botanische Garten, die Altstadt und der Dom - nein das Münster - standen am Nachmittag auf dem Besichtigungsprogramm. Fast alle nahmen die 768 Stufen unter die Füsse, um auf die Aussichtsplattform des Kirchturms zu gelangen. Dabei kam es zu den während der Hauptreisezeit an engen Stellen unvermeidlichen Verkehrsstaus. Immerhin wurde der Bau so gut geplant, dass die grösste Strecke im Einbahnverkehr bewältigt werden kann und sich die Wartezeit deshalb in Grenzen hielt. Die Aussicht lohnt sich auf jeden Fall. Nur das Wetter spielte nicht ganz mit, sodass die im Prospekt angekündigte Rundsicht vom Säntis bis zur Zugspitze wohl möglich, die Bergkette jedoch nicht sichtbar war. Der Dom - pardon das Münster - wurde in den Jahren zwischen 1377 und 1890 erbaut. Im Innenraum befanden sich früher rund 60 Altare - einer davon gehörte einem altehrwürdigen Ramser-Geschlecht, nämlich einer Familie Neidhart, wie der Reiseleiter zu berichten wusste.
Rund 170'000 Menschen wohnen in Ulm und Neu-Ulm; auf der Ulmer-Seite in Baden-Württemberg und im neuen Ulm in Bayern. Dazwischen fliesst die Donau, welche die eigenständigen Kommunen, die jedoch ein Wirtschaftzentrum bilden, trennt. Am Abend wurde dann nochmals eines dieser erwähnten Lokale besucht, um den zweiten kulinarischen Höhepunkt zu geniessen. Deutsch ist nicht Deutsch - dies merkte man spätestens bei den Reservationskarten auf den Tischen. Bei der Ankunft waren  die Ansagen im Bahnhof Ulm für offenbar „behäbige“, zum Glück des Lesens kundige, Schweizer jeweils nur zu erahnen. Die Ulmer verstehen die Schaffhauser aber auch nicht besser, wurde in der Gaststube das altehrwürdige Ramser-Geschlecht Gnädinger doch kurzerhand auf Knediger umgeändert.
Am Sonntag wurde gewandert: In rund vier Stunden Marschzeit von Geislingen über den Tegelberg und die Kuchalp nach Süssen. Die perfekte Reiseleitung brachte es zustande, dass es nur während dem Mittagessen - einem weiteren kulinarischen Höhepunkt - und erst wieder nach der Ankunft beim Bahnhof regnete. Selbst die Flurbegehung bei Süssen, abseits von eigentlichen Wanderwegen, war wahrscheinlich geplant; wohl um die Süssener-Brennnesseln bewundern und hautnah  spüren zu können.
Bei der Rückfahrt konnte dann nochmals die Fitness gestestet werden. Weil der Zug nach Ulm grosse Verspätung hatte, musste das im Hotel deponierte Gepäck mit einem olympiawürdigen Sprint durch den Bahnhof abgeholt werden, um den Anschlusszug in Richtung Tuttlingen nicht zu verpassen. Dieses Ziel wurde erreicht und die Strecke durch das Blau- und Donautal wurde trotz den völlig überfüllten Bahnwagen zu einer schönen Heimreise. In Singen standen bereits Vereinskollegen bereit, um den Taxidienst nach Ramsen auszuführen. Der Dank gilt somit allen, die zu diesem Ausflug, der in der Zukunft unter der Rubrik „Wosch no“ zum Erzählen Anlass geben wird, beigetragen haben.

(Münster: Anfänglich - 9. Jahrhundert - das Kloster. Seit dem Mittelalter die Kirche eines Klosters oder eines Kapitels. Heute ist Münster die historische Bezeichnung bestimmter Kirchen, z.B. Freiburg, Strassburg, Ulm / Dom: Bischofskirche; auch Hauptkirche einer Stadt).

Vielen Dank an Albert und Doris Neidhart für die Organisation der tollen Reise und Geri Hug für das Verfassen des Reiseberichtes.
 

Bilder 1          (c) Daniel Geyer Bilder 2          (c) Luca Guidetti
Rundsicht vom Ulmer Münster (weit) Rundsicht vom Ulmer Münster (nah)

 

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